GFA 6.03 – Was wird Ihnen zur Bedürfnispyramide künftig als Erstes einfallen?

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Eine von mehreren Möglichkeiten ist, dass Sie sich hierzu eine Fantasiegeschichte ausdenken, zum Beispiel in folgender Form:

Einer der letzten Neandertaler krabbelt nach etwa 30.000 Jahren Totenruhe aus seiner Pyramide.

  • Weil er Hunger und Durst hat, sucht er im Wald nach Beeren, essbaren Wurzeln und nach einer Quelle. Nachdem er den ganzen Tag auf Nahrungssuche war, ist er müde und will sich in einer Höhle zum Schlafen niederlegen. (existenzielle Bedürfnisse)
  • Aus der Ferne hört er jedoch Donnergrollen und sieht das Leuchten von Blitzen. Aus seinem ‚letzten Leben‘ weiß er, dass ein Gewitter mit Gefahren für Leib und Leben verbunden ist. Sicherheitshalber schnitzt er deshalb aus einem Stück Baumrinde eine Maske, um die bösen Geister von Blitz und Donner abzuwehren, und hängt diese Maske vor den Eingang seiner Schlafhöhle. (Sicherheits-Bedürfnisse)
  • Als er am nächsten Morgen aufwacht und aus seiner Höhle schaut, erblickt er einen anderen Neandertaler. Sie gehen aufeinander zu, umarmen und freuen sich, dass sie nicht allein sind auf dieser Welt. (Bedürfnis nach sozialen Kontakten) – (Ggf. könnte jetzt auch etwas passieren, was zur ersten Bedürfnis-Ebene gehört …)
  • Nachdem sich die beiden Neandertaler ihre gestrigen Erlebnisse erzählt hatten, führt der eine den anderen zu einem von ihm selbst angelegten Blumenbeet. Voller Stolz erklärt er, wie man solch ein Blumenbeet anlegt. Der Andere ist begeistert und zeigt seine Bewunderung ganz deutlich. Das tut dem ‚Gärtner‘ richtig gut. (Bedürfnis nach Anerkennung)
  • Angeregt durch die Schönheit der Blumen beschließen sie, ihre Höhlenwände mit farbigen Steinen anzumalen. Bei ihrer künstlerischen Beschäftigung fühlen sie sich wie Picasso. (Bedürfnis nach Selbstverwirklichung)

Nachdem ich diese Fantasiegeschichte in meinen memoNews veröffentlicht hatte, erhielt ich eine eMail mit einem schönen alternativen Vorschlag (mit freundlicher Erlaubnis von Stephan Hochhaus):

Man stelle sich Robinson Crusoe vor, der gerade auf einer einsamen Insel gestrandet ist. Was wird er wohl tun?

  • Zunächst wird er versuchen, sein nacktes Überleben zu sichern, also Essen und Frischwasser suchen, damit er wieder zu Kräften kommt. Vielleicht wird er auch, weil er erschöpft ist, eine Weile schlafen. (Physiologische Bedürfnisse)
  • Dann überlegt er sich vermutlich, ob es auf der Insel gar wilde Tiere gibt. Und was ist, wenn das Wetter mal schlecht wird und es erneut zu Stürmen kommt? Also beschließt er, sich eine Hütte zu bauen. Er richtet sich drauf ein, längere Zeit auf der Insel zu verbringen. (Sicherheitsbedürfnisse)
  • Als das geklärt ist, beginnt Mr. Crusoe, sich zu langweilen. Er führt Selbstgespräche und ist mehr als erfreut, als er endlich einen Gefährten in Gestalt von Freitag trifft. (Bedürfnis nach sozialen Kontakten)
  • Zu Beginn läuft auch alles gut zwischen beiden, aber dann möchte sich Robinson doch etwas von Freitag abheben und diesem zeigen, dass er ihm überlegen ist. Insgeheim freut Robinson sich riesig über die großen Augen von Freitag, als dieser ihm beim Schnitzen zusieht. (Prestige und Anerkennung)
  • Irgendwann freundet sich Robinson mit dem Gedanken an, für immer auf der Insel zu bleiben. Nun sitzt er den Großteil des Tages am Strand und philosophiert über den Sinn seines Lebens und freut sich einfach nur über sein Dasein. (Selbstverwirklichung)

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