GFA 8.3 – Warum fördern Ihre Bewegungen die ‚Verdauung‘ von Vokabeln?

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Bereits an anderer Stelle hatten Sie gelesen, dass unser Gehirn die zu speichernden Informationen mit anderen Informationen vernetzt.

  • Zum Beispiel verknüpft es die Absicht, etwas Bestimmtes im Keller zu erledigen, mit der Umgebung, in der diese Absicht entstand.
  • So kommen Sie zum Beispiel bei einem ungezwungenen Plausch leicht ‚vom Hölzchen aufs Stöckchen‘ zu sprechen; denn das Eine hängt irgendwie mit dem Anderen zusammen.
  • Wenn Sie in ein fremdes Haus kommen, kann es sein, dass Sie dort einen Geruch wahrnehmen, der Ihnen bekannt vorkommt und der Sie an eine frühere Situation erinnert, zum Beispiel: „Wie bei meiner Großmutter.“
  • Oder Sie hören im Radio einen Schlager, der vor einigen Jahren aktuell war, und Sie erinnern sich an eine Begebenheit aus dieser Zeit.
  • Wenn Sie über etwas reden wollen, dann brauchen Sie nur den betreffenden Gedanken zu fassen, und sofort stehen Ihnen hierzu  die betreffenden Wörter zur Verfügung.

Im Gehirn werden offenbar auch Bewegungen mit Informationen verknüpft, zum Beispiel die Bewegungsinformation eines einladenden Dieners mit der Vokabel ‚please‘.

Machen Sie deshalb Ihr Fremdsprachen-Lernen dadurch effizienter, dass Sie Alltagsformulierungen in der von Ihnen gewählten Zielsprache laut sprechen und passende Bewegungen – am besten in übertriebener Weise – ausführen.

In einer Lerngruppe wird das sicherlich lustiger sein als zu Hause allein vor dem Spiegel. Regen Sie deshalb Ihre Mitlernenden an, kleine Sketche zu spielen, wie sie sich im Land der Zielsprache ergeben könnten.


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