OKV 2.3 – die 50000-Frage

Lernschritt:

Als ich mich an die damalige Brainstorming-Fragestellung zur Steigerung der Newsletter-Abonnentenzahl erinnerte, hatte ich die bisherige bescheidene Fragestellung meines Brainstormings verworfen.

Meine Brainstormingfrage lautet jetzt:

Wie könnte ich mit meinem OnlineKurs für Bildungs-Profis
innerhalb von zwölf Monaten
einen Umsatz von 50.000 EUR erzielen?

Allein die Veränderung der Fragestellung führte rasch zu einer wichtigen Änderung meiner bisherigen Verkaufsstrategie, nämlich zu einer drastischen Erhöhung der Verkaufspreise.

  • Die zwei ersten Kurse der EP-Variante (für EinzelPersonen) hatte ich für jeweils 220 EUR (295 EUR minus 25% Rabatt) verkauft. Der erhöhte Preis beträgt 395 EUR zzgl. MwSt.

    Mit dem jetzigen Preis von 395 EUR biete ich im Verhältnis zur Wertigkeit / zum Kundennutzen noch immer ein ‚Schnäppchen‘! – Ich habe mir auf Termin gesetzt, über den Preis in einigen Monaten noch einmal nachzudenken und ihn dann ggf. noch einmal anzuheben.
  • Den Preis für die Kurs-Variante TG (für TeilnehmerGruppen) mit den zehn integrierten Zoom-Meetings habe ich von 1.500 EUR auf 4.800 EUR zzgl. MwSt. angehoben.

Nach diesen Preiserhöhungen fühlte ich mich deutlich wohler. Schon länger hatte ich nämlich das unterschwellige Gefühl, dass die bisherigen Preise eher Bettelpreise waren:

Bitte kauft meinen OnlineKurs; er ist doch gar nicht teuer!

Ich bin davon überzeugt, dass der Inhalt meines OnlineKurses (Qualität und Menge) ausgesprochen hochkarätig ist. In diesem OnlineKurs stecken meine Erfahrungen von mehr als dreißig Jahren und eine große Sorgfalt bei der Erstellung des OnlineKurses.

Das Feedback des ersten Teilnehmers, eines Gedächtnistrainer-Kollegen, der einige Jahre zuvor bereits ein zweitägiges Präsenz-Gedächtnistraining bei mir, nämlich das memoHistory, mitgemacht hatte, hat mich in meiner Überzeugung gestärkt.

Ich habe Ihren wertvollen Kurs mit großem Vergnügen erlebt. Da steckt sehr viel Herzblut drin. Vielen Dank!

… Mir hat sehr gut gefallen, dass Sie immer wieder dazu animiert haben, das Lernverhalten bei sich und anderen zu reflektieren und daraus Handlungsanweisungen abzuleiten. Einiges war neu wie „Lernen und Bewegung“ u. a.

Das Feedback des zweiten Teilnehmers (Er bietet seit mehreren Jahren selber OnlineKurse an.) steht noch aus. – Er hatte mir bislang lediglich seinen ersten Eindruck mitgeteilt:

Herr Vogt, das machen Sie sehr gut.

Darüber hinaus wurde mir nach der Preiserhöhung bewusst, dass ich mit dem bisherigen Preis (1.500 EUR für die TG-Version) vermutlich bei keinem Bildungsverantwortlichen in der Wirtschaft ernst genommen worden wäre: Ein OnlineTraining mit bis zu sechs Teilnehmern, bei dem die Teilnehmer jeweils für 24 bis 32 Stunden mit intensiver Lernarbeit eingebunden sind und das auch noch zehn Zoom-Meetings enthält, soll insgesamt nur 1.500 EUR kosten?!

Kurz kalkuliert:

  • 1.500 EUR geteilt durch sechs Teilnehmer = 250 EUR je Teilnehmer
  • 250 EUR geteilt durch 24 bzw. 32 Stunden / drei bzw. vier Tage = 83 EUR bzw. 62 EUR je Kurstag
  • Bei Teilnahme von nur drei Teilnehmern würde sich ein Seminar-Tagessatz je Teilnehmer von etwa 165 EUR bzw. 125 EUR ergeben.

Für diese Niedrigpreise soll es eine hervorragende und derzeit noch exklusive OnlineKurs-Qualität geben?! – Lächerlich, unstimmig, unglaubwürdig!

Kalkulation auf der Basis des erhöhten Kurs-Honorars:

  • 4.800 EUR durch sechs Teilnehmer = 800 EUR je Teilnehmer
  • 800 EUR geteilt durch 24 bzw. 32 Stunden / drei bzw. vier Tage = 265 EUR bzw. 200 EUR je Teilnehmer/Kurstag
  • Bei Teilnahme von nur drei Teilnehmern würde sich ein Seminar-Tagessatz je Teilnehmer von etwa 530 EUR bzw. 400 EUR ergeben. 

weiterer Gedanke

Darüber hinaus sage ich zu, dass ich mich notfalls selber darum bemühen werde, die von den Teilnehmern zu Kursbeginn eingebrachten schwierigen Lehr- / Lerninhalte bei Kursende so zu verändern, dass sie künftig leichter lernbar sind.

Erst nach der Preiserhöhung hatte ich das Gefühl, dass meine Leistung angemessen honoriert werden wird.

Die neue Kreativ-Fragestellung und die damit verbundene Erfolgsaussicht motivierten mich, mich nun sehr viel engagierter als bisher um die OnlineKurs-Vermarktung zu bemühen … auch wenn mir gleichzeitig bewusst ist, das angepeilte Ziel deutlich verfehlen zu können (vergleiche das Ergebnis des früheren Brainstormings: ’nur‘ 5.000 statt der angepeilten 10.000 neuen Newsletter-Abonnenten erreicht – innerhalb von zwölf Monaten).

Klarstellung zur 50.000 EUR-Frage:

Die zwölf Monate sollen in vier Monaten (ab April 2022) beginnen. Zuvor habe ich noch einiges dafür zu tun!


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