TG 16.2 – Körperhaltung beim Lernen

Lernschritt:

Ergänzung zum Lern-Tipp: sich zum Lernen motivieren

Ein Leser meiner memoNews hatte mir einen Scan aus dem Buch „Der tote Fisch in der Hand und andere Geheimnisse der Körpersprache“ von Allan und Barbara Pease geschickt.

Im betreffenden Text wird von einem Experiment mit zwei Studentengruppen berichtet: 

  • Die eine Gruppe sollte in den Vorlesungen die Arme konsequent verschränkt halten,
  • die andere Gruppe sollte das auf keinen Fall tun.

Das Ergebnis: Die Gruppe mit der lockeren, aufgeschlossenen Körperhaltung habe die Lerninhalte leichter aufgenommen und behalten; die Gruppe mit den verschränkten Armen habe 38% weniger verstanden und behalten.

Dieser Effekt hängt offensichtlich mit der Koppelung von Körperhaltung und innerer Einstellung (Motivation!) zusammen:

  • Wer eine ablehnende innere Einstellung hat, zeigt das unbewusst auch in seiner Körpersprache.
  • Umgekehrt funktioniert das ähnlich: Eine ablehnende Körpersprache wirkt sich auf die innere Einstellung aus.

Diese Erkenntnis könnte nützlich sein:

Wer zunächst ‚keinen Bock‘ aufs Lernen hat, braucht ’nur‘ seine Körperhaltung und seinen Gesichtsausdruck auf Positiv umzuschalten, und schon wird es ihm leichter fallen, sich mit dem betreffenden Lerninhalt zu beschäftigen 😉

  • Welche Erkenntnis können Sie – für Ihre Bildungsarbeit – aus diesem Lernschritt ziehen?
  • Welche Absicht wollen Sie – für Ihre Bildungsarbeit – aus diesem Lernschritt ableiten?

Reflexionsbogen (PDF) zum Download


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